VfL Engelskirchen goes Switzerland

Markus Ueberberg, Hans-Peter Landsberg und Andreas Schlaack starten beim 23. Ironman Zürich

Engelskirchen/Zürich. Am 21. Juli 2019 steht der letzte Ironman Switzerland in Zürich auf dem Programm. Nach der 23. Auflage wird in Zürich Schluss sein. Die Schweizer Langdistanz wechselt dann im kommenden Jahr nach Thun ins Berner Oberland. Damit endet die Geschichte eines der ältesten Langdistanzrennen in Europa. Diese geradezu historische Dimension war den drei Engelskirchener Sportlern zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung vor gut elf Monaten natürlich nicht bewusst. Diese Entwicklung ergab sich erst im Laufe des letzten Jahres, umso motivierter waren die Drei in den letzten Monaten im Training, schließlich sollten sie Teil eines historischen Abschlusses werden.

Einige Trainingseinheiten auf dem Weg nach Zürich absolvierten die drei Athleten des VfL Engelskirchen gemeinsam, viele Trainingseinheiten absolvierten sie individuell. Schließlich kommt nicht jeder wie Markus Ueberberg auf die Idee, beispielsweise um 4,00 Uhr morgens 25 km zu laufen oder um 5.00 Uhr morgens 4 km in der Bevertalsperre zu schwimmen.

„Also bei aller Liebe, irgendwann muss ich ja neben Arbeit und Training auch mal schlafen“, war der Kommentar von Andreas, als er diese Trainingszeiten zur Kenntnis nehmen durfte.

Dementsprechend formstark zeigte sich Markus in den ersten Rennen der laufenden Saison. Aber auch die anderen Beiden wussten mit guten Leistungen zu überzeugen. Und so ging es gut gelaunt und bestens vorbereitet auf den Weg in die Schweiz.

Zürich begrüßt die Engelskirchener mit sommerlicher Hitze. Temperaturen deutlich über 30° C prägen die Tage vor dem Wettkampf. Am Sonntagmorgen hingegen, pünktlich zum Start, öffnet der Himmel seine Schleusen und es regnet zunächst in Strömen. Teilweise ist vom Wasser aus das Land nicht zu sehen. Kein schöner Start in den Tag für die mitgereisten Unterstützer der Drei, die ebenfalls den längsten Tag des Jahres vor sich haben. Beim Schwimmen jedoch stören diese Bedingungen weiter nicht, hingegen beim Radfahren erfordern sie auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke mit einigen steilen und gefährlichen Abfahrten ein zusätzliches Maß an Aufmerksamkeit und Vorsicht. Im Tagesverlauf wird es trocken, die Sonne kommt heraus, so dass es pünktlich zum abschließenden Marathon ordentlich schwül und heiß in der Stadt ist.

Das Rennen läuft gut für die drei Engelskirchener. Als erster VfL-Athlet wechselt Markus Ueberberg nach 5:19 Std auf dem Rad in die Laufschuhe. 6:42 Std ist er zu diesem Zeitpunkt insgesamt unterwegs und es läuft richtig gut für ihn. Und auch im Marathon zeigt er eigentlich keine Schwäche und läuft die abschließenden 42 km in 4:06 Std. Das ergibt in der Summe eine Gesamtzeit von 10:53:50 Std., Rang 43 in der Altersklasse M45 (bei 293 Startern) und den Gesamtplatz 351 (bei 1.963 Startern).

Hans-Peter Landsberg kämpft in der Altersklasse M50 um Ehre, Platzierung und für eine gute Zeit. Und auch er ist stark unterwegs. Er erreicht das Ziel mit einer Gesamtzeit von 11:49:03 Std., auf Rang 57 (bei 208 Startern in der Altersklasse) und dem Gesamtplatz 664. Er ist der schnellste Schwimmer des VfL an diesem Tag und benötigt 1:11 Std. für die 3,8 km lange Schwimmstrecke im glasklaren und knapp 24 Grad warmen Zürichsee.

Andreas Schlaack rundet das Engelskirchener Bild nach 12:22:20 Std. auf Gesamtrang 861 und Platz 129 in der Altersklasse M45 ab. Auch er ist sehr zufrieden, stand sein Start doch bis zuletzt aufgrund einer im letzten Trainingslauf erlittenen Muskelverhärtung auf der Kippe. Insofern ist er mehr als froh, an diesem Tag trotz Radpanne schmerzfrei die Ziellinie zu sehen und damit den Lohn der zurückliegenden Trainingsmonate einzufahren.

 

Fazit:

Damit steht das Podium der inoffiziellen Vereinsmeisterschaften Triathlon Langdistanz, die in diesem Jahr in Zürich ausgetragen wurden. Vereinsmeister wird Markus Ueberberg.

Und ganz im Ernst ist festzuhalten, dass sich die Engelskirchener Athleten bei schwierigen Bedingungen auf einer sehr anspruchsvollen Strecke mehr als achtbar aus der Affäre gezogen haben und sehr zufrieden die Heim- bzw. wohlverdienten Urlaubsreisen antreten konnten. Bleibt abzuwarten, ob es in 2020 zu einem neuen gemeinsamen Kräftemessen auf der langen Strecke kommen wird. Denn eins ist klar, auch wenn Triathlon ein echter Einzelsport ist, macht er doch im Team am meisten Spaß!

Ein besonderer Dank geht an die Familien der drei Sportler, die ebenfalls um vier Uhr morgens aufgestanden sind und den ganzen Tag an der Strecke ausgeharrt, Fotos gemacht und Zwischenzeiten zugerufen und als echte Motivatoren geglänzt haben. Ihnen gebührt ein großes Extra-Lob. Zudem haben sie ihren „Eisenmännern“ ein Jahr lang bei unzähligen Trainingsstunden den Rücken frei gehalten. Auch dieses verdient große Anerkennung.

Und dann ist da noch Lars Gäbler, der als Trainer im Hintergrund seine umfangreiche Erfahrung weitergibt und als Inhaber von radundsport liiben in Loope die Räder in Schuss hält.

Speziell Andreas hat auch noch ein Dankeschön übrig für das Gesundheitszentrum Fischer und Plesch. Hier wurde kurzfristig alles möglich gemacht, um ihn fit an die Startlinie in Zürich zu bringen. Hat geklappt!

Alle Ergebnisse: https://eu.ironman.com/de-ch/triathlon/events/emea/ironman/switzerland/resultate.aspx?rd=20190721#axzz5v0GF8n8V

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